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Live-Schwadron mit Robot Carl
19. März 2026
Ein Besucher-Service der besonderen Art: Am LogiMAT-Stand von Linde MH holt ein humanoider Robot («Carl») auf Bestellung vollkommen autonom ein Softgetränk aus dem Regal und händigt die Flasche am Tresen aus. Aber das wird nicht das einzige Live-Szenario sein. Vorgestellt wird auch ein neuer «Linde I-MATIC core» in Aktion.

Künftig stärker vor Katastrophen gesichert
19. März 2026
Der schweizerische Bahnhersteller Stadler konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 seinen Umsatz trotz schwieriger Rahmenbedingungen von 3,3 auf 3,7 Mrd. Franken steigern. Die Auftragseingänge lagen bei 6,1 Mrd. Franken. In Valencia musste Stadler nach der Unwetterkatastrophe die betroffenen Lieferketten zum Teil erst wieder neu aufbauen und resilienter gestalten.

Ein Schweizer macht den Weg frei
18. März 2026
In einem TecTalk mit Swissmem spricht Philipp von Michaelis offen über ein Geschäft, das eng mit Logistik verknüpft ist und täglich Menschenleben rettet: die mechanische Minenräumung. Der Mitbegründer der Schweizer Firma GCS erklärt, wie Technologie dort wirkt, wo Krieg war, die Gefahr aber geblieben ist.

Frühwarn-System für Lieferketten
18. März 2026
«Prewave» hört sich an wie eine Vorwarnung - und soll auch eine solche sein. Ab Dezember 2027 drohen konkrete Eingriffe in Lieferketten. Sendungen in der EU können festgesetzt, zurückgerufen oder sogar vernichtet werden, wenn Hinweise auf Zwangsarbeit vorliegen. Wer die Signale hört, stellt sich nicht taub, sondern baut vor.

Kion mit GXO-Projekt in Kalifornien
17. März 2026
Auf der NVIDIA-Technologie-Konferenz GTC in San Jose (Kalifornien) präsentiert Kion dieser Tage in einem kombinierten «GXO»-Projekt einen autonomen Gabelstapler für den Lagereinsatz sowie eine KI‑basierte, sicherheitszertifizierte Personenerkennung für das automatisierte Beladen von Lkw.

Technologie-Vorsprung sichern
17. März 2026
Beumer hat bereits Ende 2025 eine strategische Innovationspartnerschaft mit dem Fraunhofer IML geschlossen. Kern wird ein über drei Jahre hinweg gemeinsam betriebenes «Enterprise Lab» zur Entwicklung mobiler Roboter sein. Der Intralogistik-Spezialist will sich damit einen Technologie-Vorsprung sichern.

Leitzentralen digital vernetzen
16. März 2026
Einsätze zur Menschenrettung, bei Umweltgefahren oder Schmuggelei basieren auf Daten aus Radar, AIS, Sensoren oder Drohnen. Nicht nur zur See sind sie oft auf mehrere Behörden und Systeme verteilt. Marcel Haar, CEO von «Frequentis», schlägt ein gemeinsames maritimes Lagebild vor. Das würde auch Lieferketten schützen.

Verstehen statt nur «sehen»
16. März 2026
Die chaotische Lagerung gilt immer noch als Vorbild für den, der zu faul zum Suchen ist. An der TU München wurde jetzt ein Robot entwickelt, bei dem sogar die Hauptaufgabe darin besteht, Verschwundenes aufzuspüren. Laut TUM einer der ersten Blechkameraden, der Bildverständnis nicht nur integriert, sondern sinnvoll verknüpft.

Paradebeispiel für Nachhaltigkeit
13. März 2026
Schnelllauftore kombinieren perfekte Isolierung, energieeffiziente Funktionalität und moderne Technik. Der Neubau des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes in Schaffhausen ist ein Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Bauen. Die Tore von Efaflex tragen zusätzlich zum möglichst geringen Energieverbrauch bei.

Post CH unter steigendem Druck
13. März 2026
Ohne die Logistiksparte mit 278 Mio. Franken als Betriebsergebnis im Jahr 2025 wäre die Schweizer Post insgesamt nah an Roten Zahlen. So aber machte der Konzern in 2025 noch 315 Mio. Gewinn. Unterdessen steht der Konzern immer noch unter Schock durch den in Kerzers ausgebrannten Bus mit sechs Toten.
Live-Schwadron mit Robot Carl
WAGNER Schweiz AG
Live-Schwadron mit Robot Carl
19. März 2026
Ein Besucher-Service der besonderen Art: Am LogiMAT-Stand von Linde MH holt ein humanoider Robot («Carl») auf Bestellung vollkommen autonom ein Softgetränk aus dem Regal und händigt die Flasche am Tresen aus. Aber das wird nicht das einzige Live-Szenario sein. Vorgestellt wird auch ein neuer «Linde I-MATIC core» in Aktion.

Die hochindividualisierbaren AGVs der neuen Baureihe lassen sich mit Anbaugeräten wie Doppelpaletten- oder Papierrollenklammern ausstatten und bewegen schwere Lasten mit bis zu 4,0 t auf eine Hubhöhe von bis zu 6,7 m.
Die Szene mit dem Humanoiden hat etwas von Science-Fiction: Über ein Tablet teilen die Messebesucher dem Roboter «Carl» mit, ob sie eine Flasche Wasser oder eine Flasche Cola trinken möchten. Sobald er die Bestellung erhalten hat, macht er sich auf den von ihm gewählten, optimalen Weg zum Regal. Dort angekommen, erkennt er die unterschiedlichen Flaschen und greift eine davon mit der linken oder rechten Hand.
Hochindividualisierbar
Das Besondere: Carl trifft diese Entscheidungen selbstständig, der humanoide Roboter folgt weder einem komplett definierten Ablauf noch ist er ferngesteuert. Insbesondere die Erkennung der Flaschensorte sowie deren genauen Standorts und der Greifprozess werden vollständig autonom ausgeführt. Denn Carl hat in einem KI-Trainingsprozess gelernt, wie er die ihm gestellte Aufgabe selbstständig löst.
«Wir zeigen mit dem humanoiden Roboter den nächsten Entwicklungsschritt bei der Kommissionierung. Bis daraus ein marktreifes Produkt wird, dauert es aber noch ein paar Jahre», schildert Jan-Niklas Freund, Manager Automation Sales Steering bei Linde MH. Eingebunden in den Kion-Konzern befinde man sich derzeit in einem frühen Entwicklungsstadium. Es gehe aktuell um strategisches Lernen.

Das erfolge an den verschiedenen globalen Entwicklungsstandorten von Kion und in enger Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern. «Bereits heute haben wir mit dem Linde RoCAP ein marktreifes Fahrzeug im Angebot, das über einen intelligenten Roboterarm mit Greifvorrichtung verfügt und KI-gestützt Warenpakete im Regal erkennt und kommissioniert. Ziel der humanoiden Robotik ist eine verfeinerte Mechanik, kombiniert mit weiterentwickelter KI, um Aufgaben im Lager zu erfüllen, die über das heutige Spektrum weit hinausgehen», so Jan-Niklas Freund.
Wachsende Nachfrage
Parallel zum wachsenden Einsatz von Automatisierungslösungen in den Unternehmen sind in den vergangenen Jahren auch die Anforderungen gestiegen. Beispielsweise, wenn in der Getränkeindustrie zwei Paletten mithilfe einer Doppelpalettenklammer gleichzeitig autonom ein- und ausgelagert oder mit einer angebauten Papierklammer schwere Papierrollen bewegt werden sollen. Dann sind robuste AGVs mit höheren (Rest-)Tragfähigkeiten gefragt, die sich auf unterschiedliche Anwendungen anpassen lassen.

Der auf der LogiMAT gezeigte autonome Hochhubwagen Linde I-MATIC AC core verfügt über freitragende Gabeln, um geschlossene Ladungsträger zu transportieren oder Güter an Übergabestationen wie Rollbahnen aufzunehmen, die mit Radarmen nicht unterfahrbar sind. Das robuste Gegengewichtsfahrzeug ist für Lasten bis 4,0 t und 600 mm Lastschwerpunkt ausgelegt, die er auf eine Höhe von 4 m hebt, bzw. für Lasten bis 3,5 t auf 6,7 m.
Weitere Modelle der Baureihe sind für Tiefkühllager bis –25 °Grad Celsius oder spezielle Lastträger konzipiert, um Waren im Breitganglager zu bewegen oder die Produktion mit Material zu ver- bzw. Fertigprodukte zu entsorgen. Ein weiteres Modell verfügt sogar über ein integriertes Förderband und kann Ladungsträger sowohl seitlich als auch von vorne aufnehmen und absetzen. Individuell in der Ausführung haben die Fahrzeuge allesamt Industriestandard und kommen aus der konzerneigenen Entwicklung und Fertigung. Softwareseitig basieren die Fahrzeuge auf der MATIC:move+-Plattform und werden durch den Linde Warehouse Manager koordiniert. Er übernimmt die Steuerung, das Routing und die Übergaben im autonomen Warenfluss.
Individuell und stationär
Die weiteren Fahrzeuge des auf der LogiMAT gezeigten Live-Szenarios repräsentieren die beiden anderen Bereiche des Linde-Automatisierungsportfolios: Der autonome Hochhubwagen Linde L-Matic core kommt mit einer Arbeitsgangbreite von unter 2,5 m gut mit schmalen Gängen und engen Platzverhältnissen zurecht und eignet sich für Standardaufgaben wie Bodentransporte sowie das Ein- und Auslagern in niedrigen Höhen. Zur weiteren Produktpalette standardisierter Fahrzeuge gehören ausserdem verschiedene (Gegengewichts-)Hochhubwagen sowie ein Schubmaststapler, ein Schmalganggerät sowie AMRs.
Alle Abb.: Linde MH
Der Linde S-Matic cube ist Teil des Einsatzbeispiels für eine stationäre Lösung. Das vollautomatisierte 4-Wege-Paletten-Shuttle-System ermöglicht eine extrem hohe Lagerdichte auf kleiner Fläche und besteht aus Fördertechnik, Regalen, Aufzügen und mehreren Shuttles, die sich in vier Richtungen bewegen. Das in sich geschlossene Shuttle-System erreicht eine Umschlagleistung von bis zu 100 Paletten pro Stunde und bewegt Euro- sowie Industriepaletten mit bis zu 1,5 t Gewicht.

















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