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Europäischer Preis für @ILO
04. März 2026
Ein wenig verspätet hat die Nachricht nun doch noch ihren Weg gefunden: Dachser und das Fraunhofer IML sind für den Digitalen Zwilling @ILO mit dem European Logistics Assocation (ELA) Award ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 19. Februar in Wien statt.

DHL-Transport rettet Wildkatzen
04. März 2026
Logistik-Dienstleister DHL hat geholfen, Aleks, einen weissen Tiger, und Lothar, einen Luchs, aus der Ukraine zu evakuieren. Die beiden leben nun dauerhaft und artgerecht im Lincolnshire Wildlife Park in Großbritannien. Die Aktion macht auch auf illegal gehaltene Wildkatzen aufmerksam.

Eine Flut an Welt- und Technik-Premieren
03. März 2026
Bereits im Vorfeld der LogiMAT 2026 kündigt die Messeleitung die Präsentation von mehr als 100 Welt- und Europapremieren an. Aussteller aller Produktsegmente präsentieren ein Höchstmaß an innovativen Produktentwicklungen und einen aufschlussreichen Überblick über aktuelle Entwicklungstendenzen.

Migros optimiert Importlogistik
03. März 2026
Die Migros-Gruppe strebt im Rahmen einer Neuausrichtung der Importlogistik für Früchte und Gemüse eine fokussierte Strategie mit zwei Drehscheiben, dem bestehenden Standort Süd in Stabio (TI) und einem neuen Standort Nord in Münchenstein mit der Buonvicini AG an.

Mega-Projekt für Galaxus
03. März 2026
TGW richtet für Galaxus das neue Fulfillment Center in Neuenburg am Rhein ein. Mit einer hochautomatisierten Kombination aus Shuttle-System, AKL sowie Taschensorter wird das bestehende Lager in Wohlen (Aargau) versorgt – ebenso wie E-Commerce-Kunden in der Schweiz und Deutschland.

«Mit geradezu unglaublichem Tempo entwickelt»
02. März 2026
Deutlich höhere Auftragseingänge als im Vorjahr meldet die Kion-Gruppe (Linde, Still, Dematic, Baoli) für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Demnach stiegen die Auftragsvolumen auf 11,7 Mrd. Euro, während der Umsatz allerdings leicht auf 11,3 Mrd. sank. Für den Staplerbereich soll es ein «Brückenjahr» gewesen sein.

Transportbranche am Wendepunkt
02. März 2026
«Die Logistik steht heute an einem Wendepunkt», sagt Jan Eberle, Head of Industry Engagement Logistics bei GS1 Schweiz. «Doch wo Wandel herrscht, entstehen auch neue Möglichkeiten». Welche Chancen sich aus den Herausforderungen ergeben, erklärt die neue Logistikmarktstudie Schweiz 01/2026.

Industriegelände revitalisieren
02. März 2026
Der Deutsche Brownfield Verband DBV, in dem Unternehmen wie der Logistik-Dienstleister Fiege und Immobilien-Entwickler wie Garbe und Prologis vertreten sind, meldet derzeit einen Mitgliederstand von rund 150, und ist weiterhin mit der Umwidmung und Neu-Nutzung zahlreicher Gewerbe-Areale - unter anderem für Logistikzwecke - beschäftigt.

MiG reduziert die Fehlerquote
02. März 2026
In der Intralogistik steht die MiG als Kürzel für «Materialwirtschaft im Gleichgewicht». Was eine minder bemittelte «KI» bereits zu Fehlschlüssen verleiten könnte, ist beim Software-Entwickler Perzeptron ein eigens entwickeltes Programm, das Lücken herkömmlicher ERP-Systeme schliessen soll.

Lüneburg kämpft um Arbeitsplätze
01. März 2026
Bereits im Sommer 2025 hatte Jungheinrich angekündigt, die Produktion im Lüneburger Hafen bis Ende 2027 schliessen zu wollen. Seit 20. November hatten dort die Mitarbeitenden gestreikt. Nach über 80 Tagen intensiver Tarifauseinandersetzung erzielten IG Metall, Betriebsrat und Jungheinrich dann einen Abschluss.
«Eyecatcher» und Robotrebellen
WAGNER Schweiz AG
«Eyecatcher» und Robotrebellen
05. Februar 2026
Die Autonome Intralogistik mit fahrerlosen Systemen, Shuttles und autonomen mobilen Robotern (AMR) entwickelt sich rasant weiter bis hin zu humanoiden Systemen. An der LogiMAT 2026 sollen als «Eyecatcher» bereits die nächsten Entwicklungsstufen zu sehen sein.

Besondere Chance für industrielle Umgebungen: In geschlossenem Umfeld gelten ähnlich der erstmals im vergangenen Jahr auf der LogiMAT vorgestellten FastBots Solution von SSI Schäfer (Halle 8, Stand D05 und Halle 1, Stand 1D21) weniger Regulierungen als in einer offenen Lagerumgebung.
Produktions-Anwendungen
FTF- und AMR-Neuheiten werden in diesem Jahr vornehmlich in Halle 8 konzentriert sein, erklärt LogiMAT-Messeleiter Michael Ruchty. In einer der innovativsten Demonstrationen will Artisteril Robotics (Halle 8, Stand 8A80) eine reale Produktionsanwendung präsentieren, bei der ein humanoider Roboter kollaborativ mit einem AMR in einer industriellen Umgebung arbeitet.

ek robotics (Halle 8, Stand 8B21) stellt die fahrerlose Transportplattform X MOVE in Kombination mit einem kognitiven Roboter MAiRA von Neura Robotics als Lastaufnahmemittel vor. Die Lösung vereint damit Transport und Handling von Kleinladungsträgern in einem integrierten System.
Roboterflotten zentral steuern
Erstmals wird die neue Familie der Induros Transportroboter der Innok Robotics GmbH (Halle 8, Stand 8C05) zu sehen sein. Das AMR-Line-up mit vier Induros-Modellen 350s, 700, 700s und 1300 wird samt Flottenmanager präsentiert, mit dem Kunden komplette Roboterflotten zentral planen, steuern und optimieren können.
IML-Chefin A.Kirchheim
NEOintralogistics (Halle 1, Stand 1F01) zeigt ein AMR-basiertes, nachrüstbares Ware-zum- Mitarbeitenden-System für Fachbodenanlagen ohne bauliche Veränderungen. Die autonomen Roboter navigieren durch die Gänge im Lager, entnehmen die benötigten Behälter und bringen diese direkt zu den Kommissionierstationen.
Baukastenprinzip
MartinSystems (Halle 8, Stand 8F20) bringt mit dem MBT 08 einen AMR mit einem in der Breite verstellbaren Lift für unterschiedlichste Gebindegrössen mit nach Stuttgart. Mit der Lift- Konstruktion können bestehende, passive Übergabestationen weiterhin genutzt werden.
Fotos: LogiMAT / Euroexpo
Die Anforderungen hoher Flexibilität in der Geräteausführung verspricht der GEssbot der W. Gessmann GmbH (Halle 8, Stand 8F73) durch individuelle Gestaltung zu erfüllen. Mit verschiedenen Aufbauten lässt sich der vielseitig einsetzbare AMR optimal an die Anforderungen der Nutzer anpassen. Als Wagentransporter kann er Rollwagen mit Paletten, Gitterboxen oder anderen Behältern eigenständig aufnehmen. In Anwendungen mit Rollenförderer transportiert er zwei Behälter und kann mit einem RFID-Reader sowie dem GEssbot Hubsystem kombiniert werden.
Wandelbare Plattformen
Eine wandelbare AMR-Plattform mit kompakten Abmessungen, einer Nutzlast von bis zu 1600 kg und einer Geschwindigkeit von 1,6 m/s stellt SEW-Eurodrive (Halle 7, Stand 7D07) vor. Wahlweise kommen eine leistungsstarke LiFePo4-Batterie oder ein langlebiger
Kondensatorspeicher zum Einsatz. Ebenfalls als Plattform konzipiert ist der ReBeLMove Pro von igus (Halle 3, Stand 3D21).
«Grüezi» mit Handshake
Der kompakte, rechteckige Transportroboter auf vier Rädern mit Elektroantrieb bietet eine modulare Roboterplattform, die sich nach dem Baukastenprinzip individualisieren lässt. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 m/s kann der AMR bis zu 250 kg tragen oder bis zu 900 kg ziehen.
ReBeLMove auch im Aussenbereich
Als individuelle Anbauten können beispielsweise höhenverstellbare Förderbänder und ein Cobot- Gelenkarmroboter für Montagearbeitsplätze, ein Anhänger für den Materialtransport oder ein Regal mit Lichtsignalen für eine produktive Kommissionierung genutzt werden. Überdies lasse sich der ReBeLMove Pro auch im Aussenbereich einsetzen.

Intelligente Neu- und Weiterentwicklungen decken darüber hinaus den innerbetrieblichen Palettentransport ab. Die überarbeitete Filics Unit des gleichnamigen Anbieters (Halle 8, Stand 8F25) ist ein AMR für den bodenbasierten Palettentransport. Die Unit besteht bekanntlich aus zwei physisch getrennten Roboterkufen, die synchron gesteuert werden. Das ermöglicht etwa das Nachschieben von Paletten in Linienlagern.
Der österreichische AGV-Hersteller Melkus Mechatronic GmbH (Halle 8, Stand 8A67) hat die Batteriekapazität des Palettentransporters G130 3.0 aus seiner AGV-Familie optimiert. Zudem sorgen zwei überlappend wirkende Sensoren des FTF mit echtem 360°-Rundumblick für zuverlässige Sicherheit.
Hindernisklassifikation per KI
In einer vollständig automatisierten Anwendung demonstriert Stäubli Robotics (Halle 8, Stand 8B17) live den neuen, selbstfahrenden Gegengewichtsstapler FL1500, der seit dem Oktober 2025 offiziell bestellbar ist. Seine Duplex-Mastvariante bietet Hubhöhen von mehr als drei Metern. Ein wartungsfreundliches Design hält alle Hauptkomponenten frei zugänglich. Multiway Robotics Ltd. (Halle 8, Stand 8F79) aus Shenzhen präsentiert auf der LogiMAT neue automatisierte Stapler mit KI-gestützter Hindernisklassifikation sowie Bewegungsprognosen, die die Navigationssicherheit in engen oder dynamischen Bereichen unterstützen.

Teils im Grossformat haben alle etablierten internationalen Flurförderzeuge-Hersteller ihren Auftritt in Stuttgart organisiert. Auf ihren Messeständen in den Hallen 9 und 10 sowie mit Fahrzeugdemonstrationen im Outdoorbereich im Ladehof zwischen den Hallen 10 und 8 zeigen sie ihre aktuellen Neuentwicklungen im Bereich der Stapler, Kommissioniergeräte und FTF. So präsentiert Cesab Material Handling Deutschland (Halle 10, Stand 10G07) die neuen Elektro-Gegengewichtsstapler B3 und B4.
Kalmar (Halle 10, Stand 10G21) nutzt die LogiMAT für die Europapremiere ihrer TT7-Serie. Die neue Terminal-Zugmaschine mit einer Zugkraft von 70 beziehungsweise 85 Tonnen wurden speziell für die Anforderungen an Umschlagterminals und die strengeren Vorschriften in Europa konzipiert.
Niederhub mit Aufwärtstrend
Toyota Material Handling Deutschland GmbH (Halle 10, Stand 10G41) stellt neue Elektro-Gegengewichtsstapler, Elektroschlepper sowie einen neuen automatisierten Hochhubwagen für den innerbetrieblichen Transport vor. Der neue Traigo80 feiert seine Messepremiere. Mit dem kompakten und wendigen Schubmaststapler FXR 14C-18C erweitert Still (Halle 10, Stand 10B41) sein Portfolio. Als weitere Messehighlights werden der neue Niederhubwagen EXH 14 sowie der Niederhubwagen EXH-S 20-25 genannt.

Im Bereich Lagertechnik hat Linde Material Handling (Halle 10, Stand 10B21) die neuen Schubmaster Linde Ri14, Ri16 und Ri18 im Traglastbereich von 1,4 bis 1,8 Tonnen mit integrierter Lithium-Ionen-Batterie und mehreren neuen Sicherheitsassistenzfunktionen im Gepäck. Zudem zeigt der Hersteller das neue Xi-Roadster-Modell der Elektrostaplerbaureihe bis zwei Tonnen Tragfähigkeit. Durch den Wegfall der A-Säule erschliesst die Drei- oder Vierradvariante grössere Sichtfelder.
Roadster und Schubmaster
«Flurförderzeuge, FTF und AMR lassen sich nicht gänzlich neu erfinden», so Ruchty. «Aber getreu dem diesjährigen Messemotto ‚Passion for Details‘ zeigen die Hersteller mit ihren Geräteentwicklungen, dass es immer noch ein paar Neuerungen gibt, die den kleinen Unterschied bei Effizienz, Flexibilität und Skalierbarkeit ausmachen».
Insbesondere im Bereich der Robotik erwarten viele, dass die Weiterentwicklungen in Richtung Individualisierung und humanoider Roboter die nächsten Jahre prägen werden. Auch wenn das Rad nicht immer zur Gänze von Neuem erfunden wird: Es bleibt spannend.

















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